Beispielgeschichte · Tiere · magisch · 5 Min.
Die kleine Füchsin und der Sternenpfad
Tief im warmen Wald wohnte eine kleine Füchsin mit einem Fell so weich wie der Abend. Jede Nacht, wenn die ersten Sterne aufgingen, sah sie einen schimmernden Pfad aus Sternenstaub zwischen den Bäumen.
„Wohin führst du heute?“, fragte die Füchsin leise. Der Pfad funkelte freundlich und leuchtete ihr den Weg – vorbei an schlafenden Eulen, an Igeln, die sich zusammenrollten, und an einem Reh, das schon ganz verträumt blinzelte.
Mit jedem Schritt wurde der Wald ruhiger. Die Füchsin gähnte und merkte, dass der Sternenpfad sie gar nicht in die Ferne führte, sondern ganz sanft nach Hause, zu ihrer warmen Höhle aus Moos.
Dort kuschelte sie sich ein, die Nase unter den buschigen Schwanz. Über ihr leuchteten die Sterne wie kleine Nachtlichter.
„Bis morgen“, flüsterte der Sternenpfad und wurde immer leiser, bis er sich in einen Traum verwandelte. Und die kleine Füchsin schlief zufrieden ein.